Gedanken nach dem Besuch im KZ Dachau

Geschrieben von NK

Sehr geehrter Herr Schwarz,

Ich, Susanna Wagner, habe am Montag, den 2. Oktober das KZ in Dachau mit meiner Klasse besucht. Seit ich dort gewesen war, sind in meiner Hinsicht viele Fragen offen, wieso man so was getan hat. Man konnte sich nicht vorstellen, dass das wirklich alles passiert ist und man auf dem Boden steht, wo vielleicht jemand gestorben oder verletzt worden ist. Die Gedanken daran verfolgen mich immer noch, ich finde es unglaublich traurig und grausam, dass so was gemacht geworden ist. Mir wurde es auch zu viel, diese Bilder zu sehen von so vielen toten Menschen, die nichts dafür konnten. Man hat gesehen, wie abgemagert die Menschen waren und wie schlecht es ihnen ging. Eine schlimme Vorstellung, wenn man denkt was wäre, wenn es immer noch so wäre. Ich bin auch der Meinung, dass die Menschen es nicht so selbstverständlich sehen sollten, dass jeder ein eigenes Zimmer hat, jeder so viel zu essen bekommt wie er will und auch machen kann was er will. Die Menschen früher waren eingesperrt, sie haben womöglich dort die letzten Jahre ihres Lebens verbracht, bevor sie von den Wärtern erschossen oder erhängt worden sind und anschließend verbrannt wurden. Ich glaube die Menschen damals hätten alles getan, um so ein Leben führen zu können wie wir es heute tun.

Darum einen sehr großen Respekt an Sie, dass Sie nie aufgegeben haben und es aus dieser „Hölle“ geschafft haben.

Mit freundlichen Grüßen
Susanna Wagner